3. Storytelling-Camp Stuttgart: Narrative Unternehmenskommunikation, Storytelling in der Politik, für Family Entertainment und in Songtexten

Das Institut für Angewandte Narrationsforschung (IANA) veranstaltete am Freitag, 7. Dezember 2018 das 3. STORYTELLING-CAMP STUTTGART im Rahmen der Filmschau Baden-Württemberg. Auch bei dieser Ausgabe des STORYTELLING-CAMPS gab es wieder spannende und qualitativ hochwertige Vorträge von Storytelling-Experten aus diversen Bereichen. Die Veranstaltung wurde durch eine Begrüßungsrede von Prof. Dr. Alexander W. Roos, Rektor der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM), eröffnet und von den beiden IANA-Gründern und HdM-Professoren Prof. Dr. Michael Müller und Prof. Jørn Precht moderiert.

Storytelling in der Unternehmenskommunikation sowie weitere narrative Methoden im Unternehmenskontext
Dr. Josef Arweck, Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Presse bei der Porsche AG, zeigte auf, wie der Traditionshersteller Porsche Geschichte(n) schreibt und diese kommuniziert. Dazu präsentierte er auch zahlreiche aufschlussreiche und beeindruckende Filmbeispiele. Als zweiter Referent zeigte Jan Lenke, Director Editorial Content bei der fischerAppelt, play GmbH, wie sich Storytelling und Branding informativ und unterhaltsam gestalten und als ganzheitliches Konzept kombinieren lassen. Ergänzend zu den beiden vorangegangenen Vorträgen demonstrierte Prof. Dr. Michael Müller, Professor an der Hochschule der Medien, weitere Anwendungsgebiete – wie z. B., Change- und Wissensmanagement, Kulturentwicklung und Leadership – von narrativen Methoden in Unternehmen.

Storytelling in Politik, Fernsehen und in der Musik
Den zweiten Teil der Veranstaltung eröffnete Politikstratege und Bestsellerautor Erik Flügge mit seinem beeindruckenden Vortrag „Wenn die Story scheiße ist, wählt dich keine Sau. Storytelling in Deutschland 2018„, der offenbarte, dass Storytelling auch im politischen Kontext von enormer Bedeutung ist. Prof. Jørn Precht von der Hochschule der Medien berichtete im Anschluss über seine Drehbuch-Arbeit für die Animationsserie PETZI und darüber, welche Herausforderungen es bei der Adaption der Bilderbuchserie aus den 1950er Jahren zu bewältigen galt. Zum Abschluss des diesjährigen STORYTELLING-CAMPS diskutierte der Musiker und Autor Jochen Distelmeyer (Sänger und Kopf der Band Blumfeld) im Gespräch mit Prof. Precht unter dem Titel „Torfrock, Trap und Internet – Storytelling in Songs“ relevante Traditionslinien und Trends im Songwriting sowie die signifikanten Veränderungen im Storytelling seit den Vorkommnissen von 9/11 sowie den Einfluss der „Hash-Tag-Kultur“ auf das Storytelling.

Auch dieses Jahr bot das STORYTELLING-CAMP wieder ein vielfältiges Programm mit diversen Themenfeldern, die zeigen in welch unterschiedlichen Kontexten narrative Ansätze relevant sind. Die Geschichte geht weiter: das 4. STORYTELLING-CAMP STUTTGART wird am 6. Dezember 2019 im Rahmen der Filmschau Baden-Württemberg stattfinden.

Das Programm zur Veranstaltung finden Sie hier!